Bausubstanz: was die Wanderung erleichtert
- Gründerzeit-Etagenhäuser (Nordstadt, Borsigplatz): Holzdielen auf Blindboden, Wände mit Hohllagen, Rohrschächte über mehrere Etagen. Eine Wohnung ist selten die einzige — die Tiere nutzen Leerrohre wie Treppenhäuser. Wir behandeln deshalb Fußleisten und Übergänge zur Nachbarwohnung mit, nicht nur das Bett.
- Wilhelminische Altbauten (Kreuzviertel, Saarlandstraßenviertel): Stuckleisten, Doppelflügeltüren, breite Fensterlaibungen. Hübsch — und voller Fugen, in denen 1 mm große Eier unauffindbar sitzen, wenn nur oberflächlich gesprüht wird.
- Zechen- und Werkssiedlungen (Eving, Hörde, Lütgendortmund): Reihenhäuser mit gemeinsamen Giebelwänden und alten Kellerdecken. Hier läuft der Befall gern horizontal von Haus zu Haus, während oben nur ein Schlafzimmer auffällt.
- Studentisches Wohnen (Hombruch, Barop, Eichlinghofen): WG-Zimmer mit Möbeln aus zweiter Hand, häufige Umzüge, Untermietwechsel mitten im Semester. Der klassische Einschleppweg — und der Grund, warum wir dort oft ganze Etagen prüfen statt einzelner Zimmer.
- Beherbergung rund um den Hauptbahnhof: Hostels, Pensionen und Monteurzimmer am Königswall und in der City haben Gäste aus ganz Europa im Wochenrhythmus. Für sie zählt Tempo — wir behandeln außerhalb der Belegung und dokumentieren jeden Schritt. Wie Reisende einen Befall aus dem Hotelzimmer nach Hause tragen und wie sich das vermeiden lässt, steht im Ratgeber Bettwanzen von der Reise mitgebracht.